WARMWASSERBEREITUNG

ENERGIEVERLUSTE VERMEIDEN

Vorbei die Zeiten, als Wasser in schmucklosen Boilern erst zeitraubend erwärmt werden musste, um dann im Bedarfsfall doch nicht auszureichen. Oder es, wieder einige Generationen zuvor, sein auf 20 Litern begrenztes Dasein in einem in den Herd eingelassenen Wasserschiff fristen musste. Ausgefeilte Modelle verfügten sogar über einen angelöteten Wasserhahn, aber auch hierbei bestimmte äußerste Sparsamkeit und Sorgfalt im Umgang mit dem kostbaren Gut den Tagesablauf.

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Heute stehen uns im Wesentlichen zwei Systeme für die bequeme Warmwasserbereitung zur Verfügung: Speicherung und Durchlauferhitzung. Für die Speicherlösung übernimmt in der Regel die Gas- oder Öl-Zentralheizung die Arbeit und erwärmt das Brauchwasser über das Heizungswasser indirekt mit. Im Gegensatz dazu wird bei der dezentralen Zubereitung mit einem Durchlauferhitzer die benötigte Wassermenge erst unmittelbar vor Gebrauch erwärmt, sodass nicht ständig temperiertes Wasser vorgehalten werden muss. Als Alternative zu elektrischen Geräten bieten sich Gas-Durchlauferhitzer beziehungsweise Gas-Kombithermen an.

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Um Energieverluste beim Transport des warmen Wassers bis zur Entnahmestelle zu vermeiden, werden wir, Ihre °celsisten, bei der Neubau-Planung auf möglichst kurze Rohrleitungswege achten. Sparpotenzial bei alten Anlagen mit langen Leitungswegen bergen dagegen vor allem die Zirkulationspumpen. Diese verkürzen die Vorlaufzeit durch abgekühltes Brauchwarmwasser in den Leitungen, sodass permanent warmes Wasser an der Zapfstelle zur Verfügung steht. Bei durchschnittlichem und erst recht bei geringem Wasserverbrauch sind sie aber eigentlich nicht immer nötig. Hier empfiehlt sich der Einbau einer Zeituhr, um die Laufzeit der Pumpe auf Zeiten mit hohem Wasserbedarf zu begrenzen.

Auch durch die Reduzierung der Wassertemperatur im Warmwasserspeicher kann der Energieverbrauch deutlich gesenkt werden. Wichtig dabei jedoch ist, 60 Grad Celsius nicht zu unterschreiten, da sonst die Gefahr der Vermehrung von gefährlichen Legionellen-Bakterien besteht. Eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Warmwasserbereitung ist die Integration von Solartechnik in das Energiekonzept – mehr dazu in der Rubrik „Sonne“.

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