HEIZTECHNIK

WASSER UND WÄRME IM KREISLAUF

Ob Öl oder Gas nun die bessere Wahl ist – diese Frage wird in der Regel vor allem Bauherren betreffen, die sich erstmals für ein Heizsystem entscheiden. Wer seine Wärmeversorgung dagegen bereits mit einer Öl-Zentralheizung sicherstellt, wählt am besten die Brennwerttechnik mit dem gleichen Energieträger, um den Austausch kostengünstig zu gestalten. Denn welcher Brennstoff in zehn Jahren günstiger sein wird, lässt sich kaum vorhersagen. Experten gehen jedenfalls davon aus, dass die Preise für Erdöl- und Gas aufgrund der begrenzten Ressourcen und der großen Nachfrage steigen werden.

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Der Heizkreislauf folgt dabei im Wesentlichen einem Schema, das unabhängig davon ist, womit die Anlage befeuert wird: Im Brenner wird der Brennstoff – meist Gas oder Öl – verbrannt und erwärmt so das Wasser im Heizkessel. Eine Pumpe transportiert dieses Heizungswasser durch die Vorlaufleitung zu den Heizkörpern, die sich daraufhin erwärmen. Ist die Wärme abgegeben, fließt das Wasser über die Rücklaufleitung wieder in den Heizkessel, und der Heizkreislauf beginnt erneut. Je nach Bauart der Anlage erfolgt die Warmwasserbereitung für Küche und Bäder ebenfalls über das Heizsystem. Mehr dazu lesen Sie unter dem Menüpunkt „Warmwasserbereitung“.

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Ein Kriterium für die Entscheidung ist der Wirkungsgrad. Er gibt an, wie effektiv eine Heizungsanlage den Energieträger in Wärme umwandelt – je höher dieser Prozentsatz ausfällt, umso günstiger. Eine wichtige Rechengröße ist daneben die Bestimmung des Jahresheizwärmebedarfs: Diese Wärmemenge muss das Heizungssystem jährlich produzieren, um alle Räume ausreichend mit Wärme zu versorgen. Wir, Ihre °celsisten vor Ort, errechnen diesen Wert nach dem Energiebilanzverfahren, um die optimale Größe der Heizungsanlage festzulegen.

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Moderne Ölheizungen arbeiten mit einem Wirkungsgrad von mehr als 99 Prozent. Das liegt zum einen an der Entwicklung der Niedertemperaturkessel, die – im Gegensatz zu den Oldtimer-Modellen mit einer konstanten Kesseltemperatur von 70 bis 90 Grad Celsius – mit wesentlich geringeren Temperaturen gefahren werden können. Die hocheffiziente Brennwerttechnik hat dieses Verfahren sogar noch verfeinert, indem sie zusätzlich zur Verbrennungswärme auch die im Abgas gebundene Kondensationswärme nutzt. Dadurch sind Wirkungsgrade von bis zu 110 Prozent erreichbar – bei minimalen Schadstoffemissionen.

Oft wird die Brennwerttechnik mit Solarwärmeanlagen für die Warmwasserbereitung kombiniert. Wir °celsisten beraten Sie gern – sprechen Sie uns einfach an!

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