SCHEITHOLZKESSEL

RICHTIG EINHEIZEN

Neben den Zusatzheizungen lassen sich heute auch Zentralheizungsanlagen mit Holz befeuern. Eine Variante dafür ist der Scheitholzkessel. Zugegeben: Mit Holzscheiten ein ganzes Haus zu beheizen, klingt ziemlich ungewöhnlich, aber es geht problemlos. Wer Abstriche beim Komfort hinnehmen mag – der Kessel muss per Hand bestückt werden –, aber unabhängig von Öl- und Erdgaspreisen sein möchte, für den ist ein Scheitholzkesel eine interessante Alternative.

Foto: Viessmann

Unter Umweltgesichtspunkten ist es wichtig, nur naturbelassenes Holz zu verbrennen, da sich andernfalls gesundheitsschädliche Dämpfe entwickeln können. Ebenso tabu ist frisches Holz, das noch bis zu 60 Prozent Wasser enthält. Es brennt nicht nur schlechter, auch der Heizwert leidet – nur noch rund 2 kWh/kg beträgt die Energieausbeute. Trockenes Holz hat einen doppelt so hohen Heizwert. Am besten schichtet man locker Brennholz an einem luftigen, sonnigen und trockenen Ort auf.

Foto: Brötje

Je trockener und höher die Holzdichte des Scheitholzes ist, umso wirkungsvoller verbrennt es. Im Gegensatz zum Pellet-Einzelofen oder Heizkamin bleibt der Feuerraum während des Abbrands aber geschlossen und gibt keinen Blick auf die lodernden Flammen preis. Holz enthält zwar keine Schadstoffe, da es jedoch sehr gasreich ist, muss in den Kesseln auf eine vollständige und rauchfreie Verbrennung geachtet werden. Moderne Scheitholzkessel erreichen Nutzungsgrade von rund 80 bis 90 Prozent, wobei man zwischen sogenannte Durchbrand- und Holzvergaserkessel unterscheidet. Letztere regeln die Luftzufuhr automatisch und haben zusätzlich ein Gebläse, wodurch das Holz nochmals gründlicher und wirkungsvoller verbrennt.

Foto: Brötje

Wer umsteigen möchte, sollte bei der Auswahl des Kessels auf ein großes Füllvolumen achten, um im Winter nicht ständig nachlegen zu müssen. Je größer die Füllöffnung ist, desto müheloser verschwinden selbst Halbmeterscheite in der Brennkammer. Eine gute Kombination zur Scheitholz-Heizung ist übrigens eine solarthermische Anlage: Während die Holzheizung für die Heizwärme zuständig ist, liefert die Sonnenenergie das benötigte Warmwasser. Sie möchten mehr erfahren? Wir °celsisten sind für Sie da!